Montag, 22. Februar 2010

Mantra & Sing/Sang

Auf S. 50 in "Die Freuden der Jagd" (Kursivschreibung und Unterstreichungen sind dort nachzuverfolgen, meine Unwissenheit hinsichtlich der Blog-formatierungen zu entschuldigen). Es finden sich viele Stellen, längere und kürzere Abschnitte, bei denen sich die Selbstcharakterisierung des Textes stärker bemerkbar macht oder mir aufdrängt. Wie beziehen sie sich aber auf das ganze? Die deskriptive Seite wird unerbittlicher, und somit scheinen besagte Stellen, aus dem, worauf sie sich beziehen, herauszufallen. Die Aufforderung z.B. selbst die Randbedingungen für die Parabel aufzustellen, bzw. Übertragungen vorzunehmen: das, worauf sich der Text bezieht, kann auch anders verstanden werden, etwa so: ... Aber es sind doch nur Kombinationen von Phrasen, die sich wohin auch immer leergelaufen zu haben scheinen. Variationen, Invarianten, und in der Beschränkung auf bestimmte Felder wird die Selektion bewußt und mithilfe syntaktischer Überdetermination offengelassen.

Es hatte etwas von einem Mantra (an sich), wie er - „währed er unseren Blicken - (ganz) allmählich - entschwand“ - in (eben) jenem Sing/Sang, den Kinder anzustimmen pflegen, wenn es gilt, sich (selbst) in den Schlaf zu wiegen - wissend: ihre Träume - sie würden (wohl) in dem nämlichen Rhythmus hin-/& widerschwingen & (damit) vielleicht (etwas) erträglicher werden - (wie er) dies (permanent) wiederholte - immer/& immer(wieder): „in den Wald (hineingehen) = in das Hochamt (hinein)gehen/in den Wald (hinein)gehen = in das Hochamt (hinein)gehen (etc., etc.).“ Fast habe es den Anschein haben wollen, als sei er „entweder per Zufall/oder (aber) - ,(Frage)‘ - ob (hier) etwa planvolles Walten zu vermuten?“ - in eine Art (von) Endlosband (hinein)geraten, das - tückisch (genug) - „wie (schon) der Name sagt“ - weder Ende kennt/noch Notausgang hat - „und wäre ich (wohl) nicht der erste - aber: (vermutlich) auch nicht der letzte Mensch (hienieden)“ - ob ihm dies gleich wenig Trost - „der - in einer solchen Fick-/bzw. Tretmühle gefangen - (darin) - über kurz/oder lang - (doch) durchdrehen müsste.“

Wie sich das eigene Wild stellen läßt ... Die Stellungen, die dem kritischen Lesen den Wind aus den Segeln nehmen (warum sollen sich nicht auch Hoffnungslosigkeit und Ohnmächtigkeit dieser Tätigkeit bewußt machen, einstellen), können viel kürzer und prägnanter ausfallen. Eine Seite davor:

Lang (etwa) darum herumzureden - "um den heißen Brei der Redewendung" -
stabigabi1 - 22. Feb, 23:47

Wie sich das eigene Wild stellen lässt

Den Leser außer Gefecht zu stellen ist vielleicht ein uneingestandenes Nebenmotiv so mancher Literatur. Eigentlich müsste Literatur ihn aber befähigen - gerade wenn sie nämlich, wie es sein soll, nicht an ihn denkt, aber von ihm trotzdem verstanden wird. Der Mann, der in den Wald hineingeht, wirkt hingegen so zerstreut, dass er, nachdem er sein eigenes Wildschwein auf einer Lichtung gezwungen hat, ihm in die Augen zu sehen, davon wieder ablassen würde, da er vergessen hätte, was er überhaupt sagen wollte, und trällernd zwischen den Stämmen davonschlenderte wie eine R'n'B-Sängerin.

Bäume vor Wald

die Freuden der Jagd

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Menü

Aktuelle Beiträge

monologie
das reh beschützen vor dem beschützer, der...
huntergrund - 2. Jun, 18:30
eine (anerkannte) Koryphäe...
Keine - (uns) bislang bekannte - Droge - 'kein Haschisch/&...
stabigabi1 - 3. Mrz, 18:43
Wie sich das eigene Wild...
Den Leser außer Gefecht zu stellen ist vielleicht...
stabigabi1 - 22. Feb, 23:47
Mantra & Sing/Sang
Auf S. 50 in "Die Freuden der Jagd" (Kursivschreibung...
lewi - 22. Feb, 14:02
Mehr zu "drüben"...
http://ujvary.mur.at/neuro .html
stabigabi1 - 15. Feb, 21:01

Suche

 

Status

Online seit 3245 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2. Jun, 18:30

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren