Samstag, 3. Oktober 2009

limbische Deutlichkeit?

Beim Übersetzen aus dem Lateinischen oder Griechischen ins Deutsche, was ja immer mehr ein Tüfteln war, gab es einen Zustand des Satzes, wo er gewissermaßen noch nicht zugeknöpft war. Ich witterte die Bedeutung des mir in der Originalsprache ja doch nicht verständlichen Satzes mit jedem Haar; später, in die runde, andere Form der deutschen Entsprechung geglättet, war diese schwer einzufangende Art von Bedeutung weg. Etwas ist verlorengegangen, etwas wie Schneidereste der Häuter, aus denen die Formen der deutschen Wörter gestanzt wurden, Sicheln und Ecken des von der lateinischen Sprache schon abgezogenen Verständnisses. Sie sehen aus wie Klammern (die man ja eben später oft tilgt, wenn man entschieden hat, welche Rolle der darin wie in zwei Händen gehaltene Gedanke schließlich einnehmen soll, wohin er also abgelegt werden muss).
Es wäre nun zuwenig gesagt, Schlotmann rette etwas, was sonst verloren ginge. Ich habe das Beispiel erwähnt, weil es mir deutlich und anschaulich eingegrenzt scheint, vorallem den Gestank davon bannt, dass das Material der Dichtung auf Nebel und Mystik angewiesen sei, ohne deswegen glauben zu machen, alles daran passiere bei Tag und in rationalisierbaren Prozessen. Jedenfalls scheinen mir die Satzzeichen eine Art zu sein, sich in diesen Geistersätzen zu bewegen, wie Ruder in Wasser sind die Satzzeichen geschickt im Umgang mit einer flüssigen und vieldeutigen Seite der Sprache.
stabigabi1 - 4. Okt, 10:11

Das Bild verdreht, Knochen gebissen

Da fielen die Bretter durch. Also der Fuß fiel durch, das Bein der ganze Mensch, und die Bretter hingen deutlich baumelnd dort, wo eine halbe Sekunde lang die Augenhöhe der Leserin gewesen war.

Bäume vor Wald

die Freuden der Jagd

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